Welcome to Indonesia – What’s that smell? Oh well, that’s Jakarta!

 

Nordlicht trifft zum ersten Mal auf Tropenklima – Luftfeuchtigkeit olé!

Nach viiiielen sinnlos wirkenden Warteschleifen über Jakarta und einer Stunde Verspätung, die wir aus Taipeh mitbrachten, landeten wir endlich auf indonesischem Boden und wurden unmittelbar und ziemlich nördlich anmutend willkommen geheißen, denn Jakarta zeigte sich in seinem schönsten Grau inklusive Regen. Da fährt man also ans Ende der Welt, um sich regentechnisch heimisch zu fühlen, aber nun denn, völlig unerwartet war es ja nun nicht. Wir ergatterten unser Visum für gerade mal 25$ (Stand Juli 2013) von den desinteressiertesten Beamten des Universums, ließen uns bzw. unser Gepäck noch einmal durchleuchten, als ich schließlich zum ersten Mal einen Fuß auf asiatischen bzw. genauer gesagt auf indonesischen Boden setzte.

Unweigerlich wurde ich zu allererst von der unbarmherzigen Gewalt der dezenten 95% Luftfeuchtigkeit gepackt – WOW! Das war wie ein Schritt in eine Openair-Sauna mit Klamotten, während jemand permanent nen Aufguss macht. Als ich in Jakarta landete, da trug ich auch noch leider…korrekt…Jeans…UND…Wanderbotten!?! Die ich für meine geplante Vulkanerklimmung mitschleppte…ich trug die schwersten, aber natürlich auch wärmsten Klamotten, was taktisch zum Fliegen nicht dumm ist. Richtig dumm wird es nur, wenn man sich nach dem Flug nicht SOFORT im Flughafen umzieht! Ich hatte noch nie so sehr das Gefühl falsch angezogen zu sein wie in diesem Moment, over und under dressed waren gestern, hier ging es um vöööllig falsch dressed.

Nachdem wir uns durch die Massen am Flughafenausgang gedrängt hatten, wurden wir ungelogen auf jedem Meter, den wir zurücklegten, angesprochen. Ich sah nur fuchtelnd und wild gestikulierende Hände, Menschen, fast ausschließlich Männer, die im wildesten Englisch auf uns einredeten, ob wir nicht ein Taxi bräuchten und wahrscheinlich wollte man uns auch anderen Klüngel andrehen, hätten wir auch nur irgendetwas von dieser visuellen und körperlichen Reizüberflutung im Einzelnen wahrnehmen oder verstehen können. Während wir all diese „Angebote“ möglichst höflich und souverän abzulehnen versuchten, zogen wir eine höchst dekorative und stets wachsende sowie wieder schrumpfende Traube an Menschen hinter uns her.

Es war der Oberhammer, in jeder Hinsicht! Wir waren augenscheinlich die einzigen Europäer und größentechnisch überragte ich mit meinen 1,78m (nimmt man die Wanderstiefel dazu, dann über 1,80m) fast jeden, den ich im Slalom und auf der Flucht passierte. Man sah mich glaube ich nicht nur bereits auf hundert Meter Entfernung, sondern auch in jeder Hinsicht: kalkweiß, rothaarig leuchtend, aber auch schwitzend und völlig mit mir selbst, dem Gepäck und Klima kämpfend. Ich versank fast im Boden vor Scham, denn es lief und lief förmlich „die Suppe“ wie bekloppt in Sturzbächen an mir herunter. Mein Körper rastete förmlich aus und dachte anscheinend ich brenne oder so und nun müsse er das Feuer löschen mit natürlichem Löschwasser. Innerhalb von 5min war ich völlig durchweicht und mein Shirt sah auf einmal großflächig gebatikt aus –wuaaaaaahhhh!

Als wir an der Haltestelle für den Bus in die Stadt warteten, wollte ich wenigstens kurz andere Schuhe anziehen und mir tropfte mein halbes Gesicht währenddessen in meinen Rollrucksack. Neugierig bis mitleidig wurde ich genauestens von meinem Umfeld beäugt, während ich völlig unbeholfen und peinlich berührt mein Schuhwerk wechselte. Tatsächlich fühlte mich wie nach einem Marathon, nur der Applaus auf der Zielgeraden blieb aus und die Überdosis Endorphine. Wir nahmen dann schließlich für wenige IDR den lokalen Bus Richtung Stadtkern, den mit KLIMAANLAGE und Wifi!? Das erste, was ich in Indonesien also neben der unfassbaren Luftfeuchtigkeit kennenlernte:

Es gibt teilweise nur ein Loch im Boden als Toilette mit einer Schöpfkelle zum Spülen, aber selbst auf diesem Loch im Boden hat man Wifi oder eben auch in einem schedderigen local bus bei dem die Tür nicht schließt!!!

 

 

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