London, Baby! Part II – Die SPEZIAL Harry Potter Edition (Geheimtipp!)

Auf den Spuren von Harry Potter!

Meine Schwester und ich stolperten irgendwie über die Tatsache, dass es doch wahrhaftig eine monströse Harry Potter-Ausstellung in den Warner Bros. Studios in London gibt, was natürlich bedeutete: hin da, egal wie! Nach kleiner Recherche wurde uns klar, dass die Anreise dorthin wohl eher etwas aufwendiger war, denn so wirklich zentral war das Spektakel nicht angesiedelt.

Da wir aber bekennende Liebhaber der Bücher und Filme sind, sollte uns kein Weg zu weit sein und die ca. 2 zurückzulegenden Stunden mit Bahn und Bus, stellten nur ein kleines Opfer für uns dar. Nachdem wir jedoch am Computer in der Hotellobby irgendwie einfach mal die Tickets gebucht hatten, da brach dann doch kurzfristig etwas größerer Stress aus und wir mussten uns irgendwie ganz plötzlich beeilen, wie es denn so immer ist.

Also losgestiefelt und ab dafür!

Wahrhaftig war der Weg dann doch nicht so wirklich ein Pappenstiel und als nicht Ortsunkundige, dauerte alles länger als mit Googlemaps und Co. berechnet. Das wiederum erhöhte den Druck, da wir mit unserer deutschen Pünktlichkeit und der damit eingehenden Hysterie, wenn diese gefährdet scheint, nun tierisch Bammel hatten zu spät zu kommen und dass die Tickets verfallen könnten.

Über viele Umwege durch die Pampa Londons, erreichten wir doch noch ganz knapp den letzten speziellen Shuttle-Bus, der als einziger direkt zu den Warner Bros. Studios fuhr, wenn auch eigentlich „zu spät“ für unsere gebuchte Tour.

Völlig panisch stiegen wir an den mächtig vor uns thronenden Studios aus und kamen völlig abgehetzt an dem Ticketschalter an, nach drei Stunden „Reisezeit“ insgesamt, ergo eigentlich viel zu spät… Ich hatte mir schon diverse Phrasen zurechtgelegt, war sogar bereit die Tränendrüsen einzusetzen, falls es die Situation verlangte, denn der Zweck heiligt ja bekanntlich die Mittel und ein Verfall der Tickets wäre schon mehr als schmerzlich gewesen. Denn nicht nur unser Besuch wäre dann ins Wasser gefallen und das dreistündige Gehetze wäre für die Katz gewesen, sondern die Dinger kosten pro Nase mal eben geschmeidige 29£, also umgerechnet fast 37€ (Stand April 2013), die dann einfach so im Nichts verpufft wären.

Glücklicherweise wird jedoch nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird und die Dame am Counter war super nett, machte gar keine Anstalten auch nur ansatzweise die Tickets verfallen lassen zu wollen, sondern stellte uns einfach Karten für die nächste Tour aus, woooooohooooo! Überglücklich eilten wir also ich ins Foyer und dann konnte es endlich losgehen, die Reise nach Hogwarts!

Beim Warten vor Beginn unserer Tour, konnten wir bereits erste Requisiten und Relikte des Films bestaunen. Nicht nur Harrys Schrank unter der Treppe, sondern auch viele Infotafeln stimmten uns gebührend ein, machten uns tierisch neugierig. Als der Einlass für unsere Tour startete versammelten wir uns alle zunächst in einem dunklen Raum mit vielen großen digitalen Bilderrahmen, die zunächst die einzelnen Filmplakate der jeweiligen Verfilmungen zeigten. Schließlich führte uns ein ziemlich unterhaltsamer Herr in die Materie der Austtellung ein und in den Bilderrahmen wurden simultan dazu jeweils Clips und Bilder gezeigt.

Nach dieser Einstimmung wurden wir in einen Kinosaal geführt, in dem wir uns einen wahrlich zauberhaften Trailer und Kurzfilm über die Ausstellung und die Harry Potter Filme ansehen durften. Das Tolle hierbei: die Darsteller selbst und andere Mitwirkende der Filme werden gezeigt, geben Auskunft und schaffen es den Bogen der Spannung und Neugier immer weiter aufrechtzuerhalten. Gute Musik und passend gewählter Schnitt machen aus diesem Filmchen eine emotionale Reise durch die Zeit und durch die Filme, bis plötzlich…bis plötzlich alle Anwesenden selbst zum Teil des Films werden!

Plötzlich hob sich vor unseren Augen die Leinwand des Kinosaals und gab dahinter das Tor zur großen Halle des Hogwartsschlosses frei – BAM!? Wenn ich daran denke bekomme ich heute noch Gänsehaut, weil es ein so toller Moment war. Irgendwie war ich so versunken in den Trailer und auf einmal durfte auch ich selbst in dem Film, den Büchern verschwinden, vor dem großen Tor stehen und dann, dann in die große Halle eintreten, wirklich unbeschreiblich!

Auf einmal fühlt man sich wirklich wie in einen der Filme katapultiert. An den Seiten der Halle stehen die gedeckten Tische, drapierte Kostüme der Hauptfiguren sowie der verschiedenen Schuluniformern der einzelnen Häuser zieren den Raum. Ein Guide, der die Gruppe bis an diese Stelle begleitet gibt einem während man so vor sich hinstaunt viele Infos zur Ausstellung und verbreitet ganz viel liebevolles und charmant übermitteltes Detailwissen. Nach dem Verlassen der Great Hall ist die Tour dann selbstständig zu durchlaufen. Man wird anschließend langsam mittels perfekt inszeniertem roten Faden und mit Hilfe visuell toll gestalteter Infotafeln durch die einzelnen Thematiken geführt, also zum Beispiel vom Buch zum Skript, dann kommen die Kostüme, dann die Requisiten usw.

Der Mix ist atemberaubend und die einzelnen Gegenstände und aufgebauten Kulissen einfach nur der Wahnsinn, man kann sich gar nicht satt sehen! Überall laufen kurze Videos, die man sich ansehen kann, zum Lesen gibt es unbeschreiblich viel, aber es rennen auch einzelne Mitarbeiter herum, die man wirklich alles fragen kann. Sie erzählen Geschichten zu den jeweiligen Kostümen oder Kulissen, vermitteln Hintergrundwissen und können einem gefühlt wirklich alles sagen, was es zur Ausstellung und den Filmen auch nur ansatzweise zu wissen gibt.

Ich kann nur empfehlen, wenn Du die Tour machst, dann nimm Dir einen ganzen Tag Zeit, starte früh und nimm Dir ausreichend Trinken und Proviant mit!

Es lohnt sich wirklich und ich würde die Tour auch definitiv gerne noch einmal machen, auch trotz des Preises. Wir hatten uns zwar Zeit genommen, aber auch nicht sooo viel, um wirklich alles im Detail zu sehen, zumal das Frühstück einfach schon viel zu lange her war… Soll heißen, wir konnten nach 3-4 Stunden in der Ausstellung einfach nicht mehr geradeaus gucken vor Hunger und Durst und überflogen deshalb sicherlich auch hier und dort einiges.

Denn auch wenn es draußen einen Bereich mit Butterbeer und Erfrischungen gibt, so vergeht einem leider beim Anblick der Preise alles, aber vor allem auch der Appetit und so beschlossen wir einfach noch ein wenig die Zähne zusammenzubeißen und uns satte Gedanken zu machen und einfach später in der Stadt essen zu gehen.

Ich gehe jetzt nicht weiter auf Einzelheiten der Ausstellung ein, denn dann brauchst Du ja sonst selbst gar nicht mehr hinzugehen! Aber meine Fotos zeigen Dir noch einige der Dinge, die es dort zu bestaunen gibt und ich hoffe, auch Dich verzaubern sie so sehr wie mich.

Nach der Harry Potter Tour fuhren wir zurück in die Stadt und stiegen Piccadilly Circus aus, in der Hoffnung, dass es dort zu 200% iiiirgendetwas Essbares geben würde! Nach kleinen hungerbedingten Kabbeleien stürmten wir einfach in das MEGA witzige Rainforest Café und verputzten im Regenwald-Ambiente und umgeben von Mitarbeitern im Ranger-Outfit jeder einen dicken Burger mit Pommes. Geschmacklich war es jetzt nicht der Oberknaller, aber völlig in Ordnung, auch für den Preis! Zumal wie bereits gesagt, das Interieur und die Stimmung sind einmalig! Ich kriegte mich teilweise gar nicht mehr ein vor Lachen und als der Blutzucker aus dem Keller langsam wieder in Richtung ersten Stock und mein Gehirn krabbelte, da waren Stimmung und Ausdauer auch wieder zurückgekehrt.

So brachen wir frisch gestärkt noch einmal auf, um in Londons Dunkelheit die Stadt zu erobern. Zunächst tingelten wir noch ein wenig durch die Gassen, vorbei am Chinatown Gate und schließlich ganz bis zur National Gallery. Gerne hätte ich auch dieser einen Besuch abgestattet, jedoch war mir klar, dass ich mir dies aus zeitlichen Gründen wohl für den nächsten Besuch in London aufsparen musste. Trotz allem war die Gegend um die Galerie einfach schön anzusehen, der Brunnen des Trafalgar Squares und die 51m hohe Nelsonsäule machen auch dieses Plätzchen in London zu einem echten Hingucker!

Wir winkten nicht nur den bronzenen Löwen um die Säule zum Abschied, sondern auch dem hellerleuchteten Big Ben, der jedem Vollmond aus der Ferne Konkurrenz machen könnte und schleppten uns danach völlig fix und alle in Richtung Hotel. In unseren Betten schliefen dann aber sowas von den Schlaf der Gerechten, das kannst Du mir glauben!

Wenn Du auch beim letzten Teil meiner London-Trilogie dabei sein willst, dann schau einfach wieder rein, wenn es heißt: London, Baby! Part III – Und jetzt rockt neben den beiden Redheads auch noch die Queen die City!

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