Der Glücksmoment – Catch it if you can!

Glück –

Was ist Glück?

In welchen Augenblicken bist Du wirklich glücklich?

Hat jeder Mensch irgendwann mal Glück?

Was ist mit den obligatorischen Pechvögeln – tatsächlich vorhandene Spezies oder nur illustre Fabelwesen?

Wo und wie kannst Du das Glücklichsein finden?

Es gibt so viele Fragen zu diesem Thema, jedoch kann ich aus meiner eigenen Erfahrung vor allem eines sagen:

Das Glück besucht Dich immer dann, wenn Du nicht damit rechnest. Wenn Du ungeschminkt, total verplant und im Jogger durch die Welt trottest und kein Stück darüber nachdenkst, genau dann schlägt es fröhlich zu!

Es steht dann genauso unverhofft und unangemeldet auf der Matte wie manchmal Tante Erna mit nem Topf Gulasch in der Hand. Was jedoch mitunter (wenn Tante Erna eine gute Köchin ist) auch einen wahren Glücksmoment ausmachen kann. Es sei denn, Du bist Vegetarier…

Auf diesen Fotos wurden sogar einige meiner Glücksmomente ganz privat, heimlich still und leise aus dem ‚ablichtenden Hinterhalt‘ von einer tollen und wunderbar talentierten Fotografin und Freundin eingefangen. Ich erinnere mich natürlich auch ohne Fotos an jeden einzelnen dieser Augenblicke, auch an die Freude und meine Glückseligkeit. Jedoch wenn ich diese Bilder sehe, dann kann ich das Glück wieder ganz genau fühlen, mit jeder Faser meiner Erinnerung – einfach nur wundervoll.

Ich liebe diese Fotos so sehr, sie sind mein Glücks-Backup. Wenn mal alles wieder doof ist, schaue ich sie mir an, spüre den Moment und sie machen mich einfach wieder glücklich. Sie machen mich so unsagbar glücklich, weil sie mich an mein Glück erinnern und ich es sehen kann, an mir, wie gut es mir passt und steht – auch wenn es mal im Live-Modus kurz Pause macht, es für mich unsichtbar scheint.

Oft ist jedoch keine Kamera in solchen Momenten auf uns gerichtet und trotz der vielleicht nicht immer vorhandenen visuellen Belege in Form von Fotos:

Es gibt sie – die Glücksmomente!

Häufig streifen sie Dein Leben sogar öfter als Du denkst – wenn Du sie denn lässt und nicht mit Hilfe der Scheuklappen des Alltags einfach übersiehst. Und wenn Du sie tatsächlich öfter übersiehst, als dass Du sie siehst: Leg Dir ein kleines Glücksbüchlein zu, so wie ich! Da schreibe ich die großen und kleine Situations-Schmuckstücke hinein und habe so immer meine kleine Dosis Glück in der Tasche, wenn ich mal denke, dass alles grau und trist ist und alle Menschen fies sind, dann schafft es Abbhilfe in Sekunden – versuch’s ruhig mal!

 

Ich wurde vor vielen, vielen Jahren mal von einem damals für mich ziemlich, ziemlich tollen Kerl, in den ich wirklich, wirklich verliebt war, etwas gefragt. Als wir gerade so Arm in Arm in unserer Seifenblasen-Zuckerwattenwelt lagen und um die Wette turtelten während der wolkenlose Himmel voller Geigen hing, da frage er mich mit fester Stimme und tiefem Blick in die Augen, ob ich denn glücklich wäre.

Vollkommen unvermittelt durchzog mich diese Frage wie ein Stromschlag. Ein Zucken fuhr durch mich und meinen Geist, als hätte mir noch niemals jemand diese Frage so offen und direkt gestellt. Verzweifelt durchforstete ich mein Hirn nach einem Satz, der auch nur annähernd passen könnte. Bis, ja bis vor meinem inneren Auge, wie ein Popup-Fenster, ein Zettel erschien auf dem stand:

Willst Du mit mir emotional gehen?

Ja [  ] Nein [  ] Vielleicht [  ] Ähm sorry, ich muss weg… [x]

Genauso fühlte ich mich komischerweise… und auch dann noch mit einer imaginären Pistolte auf der Brust.

Ich erschrak nicht nur vor meiner eigenen Schockiertheit über die Frage, sondern zögerte auch unsicher, verlegen und brachte glaube ich kein adäquates und spontanes JA heraus, das auch nur annähernd überzeugend gewesen wäre.

Irgendwie töricht und gleichzeitig ungewollt anmaßend – so schade bei einer so tollen Frage, diesem eigentlich so perfekten Moment.

Was braucht es denn mehr für den Moment, als völlige Geborgenheit, einen wunderbaren Augenblick in den Armen eines wundervollen Menschen und eine gehörige Portion Liebe?

Ist das nicht das pure Glück?

Heute weiß ich, dass mir tatsächlich noch niemand jemals so direkt und offen diese Frage gestellt hat.

Heute weiß ich, dass ich wirklich nur selten so dermaßen glücklich in meinem Leben war, aber auch niemals wieder mit dieser abgefahrenden Intensität und Dauer.

Heute weiß ich, dass genau das Glück ist, dass das Glücklichsein bedeutet.

Mittlerweile weiß ich, dass solche wirklichen, echten, scheinbar nicht perfekten Momente so unfassbar rar sind. Und mir ist klar geworden, dass genau so wie sie da sind, so sind sie eigentlich genau richtig und doch irgendwie perfekt!

Aber eines solltest Du Dir dabei immer ganz besonders vor Augen führen: Sie sind leider genauso spärlich gesät wie der Intellekt in Realityshows und ebenso wenig selbstverständlich.

Es ist nicht das gesamte, das ganze Leben, alle Augenblicke lückenlos und jedes Bild im Kopf, die perfekt sind oder gar sein müssen, um Glück zu finden oder zu definieren.

Glück ist ein kleiner Ausschnitt, ein kleines, manchmal verdammt störrisches Puzzleteil zum Ganzen, das man unter den anderen tausend Teilen kaum sehen kann. Jedoch es ist niemals das Ganze, das komplette Puzzle selbst. Betrachte nicht permanent Dein ganzes Leben völlig resigniert und werte es als glücklich oder nicht, sondern guck auf Deine kleine Welt im Hier und Jetzt mit Deinen einzelnen Momenten und Puzzleteilen – das ist Glück und bringt es zum Vorschein. Denn wie es noch so wunderbar in einem wahrhaftig inspirierenden Interview von Udo Jürgens mit der Zeit tituliert wurde: „Das Glück ist ein flüchtiger Vogel“ – so zauberhaft treffend, ein lieblich leichter Gedanke.

Ich glaube ganz fest, dass nur wenn endlich das Streben nach Perfektion und der maßlose Drang nach dieser, sowie wenn Eitelkeit und Arroganz gegenüber dem Fehlerhaften versiegen, nur dann kann das Glück ganz leise und klammheimlich Fuß fassen und wachsen.

Glück existiert nur neben dem Imperfekten und kann nur mit diesem krüppligen Verwandten an seiner Seite so wundervoll glänzen. Nicht umsonst sagt man, dass unter den Blinden der Einäugige König ist – die Relation und Gesellschaft macht es, ob nun sehend oder nicht!

Andererseits weiß ich, dass Bereuen genauso überflüssig ist wie ein Kropf und die Bravo-Hits 21 im Regal. Also mit ‚hätte, hätte Fahrradkette…‘ braucht man also gar nicht erst anfangen. Denn wenn der Moment verpasst ist, dann is es nun mal so und da muss man eben einfach durch. Dann ist es für mich exakt so, wie wenn beim Angeln ein Fisch wieder vom Haken gehüpft ist – wenn er ab is, is er ab, da bringt auch großes Heulen nichts. ABER ob nun Fisch oder Glück, über eines kann man sich ganz sicher sein: Fisch oder Glück ganz gleich, verloren sind beide nicht, denn iiiirgendwo schwimmen sie ja noch im großen Teich und der nächste Fang kommt bestimmt!

So platt und kitschig, so schnöde und einfallslos es auch klingen mag: Ich hätte auch niemals mein Glück so schätzen gelernt und dessen Kostbarkeit auf dem Battlefield des Konsum und Kommerzes, hätte ich es nicht verloren wie einen Schlüssel auf dem Nachhauseweg.

Hätte ich es nicht verspielt, verprasst und gierig versoffen im Wahn des Verliebtseins und des vermeintlichen Überdrusses, als wäre der Trog voll Glück selbstfüllend, so schmerzhaft Verlust und Einsicht auch sind. Nur diese Dinge in Reihe dienen letztlich als Schlüssel zur Erkenntnis, als Schlüssel zum Glück: Glück haben + Glück verlieren = Glück verstehen und wertschätzen.

Hat das Glück keinen Gegenspieler und ist immer an Ort und Stelle, verliert es den Reiz, seinen Wert und seinen Zauber. Wird Reizwäsche täglich getragen, verliert sie ja auch den Reiz des Besonderen, ist reizlos und es findet irgendwann wohl nur noch visuelle Reizüberflutung statt.

Auch Batman wäre ohne den Joker nur lahmes Fledermausgeplänkel und niemand würde wissen, ob er nun wirklich der Gute ist oder aber nur ein zwielichtiger Fetischist im halben Vampirkostüm. Der Joker lässt ihn in seinem guten Glanze erstrahlen, sowie auch das Pech unser Glück viel kostbarer macht, es vergoldet.

Glück ist viel mehr da, wenn wir es nicht suchen und jagen wie einen Fuchs auf der Treibjagt. Kein Wunder, dass es da keine Lust hat mal kurz stehenzubleiben und ein Pläuschchen mit uns zu halten. Da hätte ich persönlich ja auch keinen Bock drauf, auf so mysteriöse Blickehascher mit Fangnetz, bei solch einem Sinnbild fällt es recht leicht sich für das Weiterziehen zu entscheiden, oder?

Jedoch überall dort, wo Du es zulässt, freundlich einlädst und es nicht wie beim Unkrautjäten lieblos und blindlinks herausreißt, da zeigt sich das zarte Glückspflänzchen. Denn ganz genau genommen, gibt es gar kein Unkraut – es sind nur die Pflanzen und Pflänzchen, die uns nicht gefallen und mit dem „Unglück“ ist es ähnlich, das schmeckt uns ganz persönlich einfach nur nicht, für andere jedoch da scheint es gar nicht so unglücklich.

Vielleicht sollte nicht alles gleich als Unglück empfunden und in den Knast des Pechs geschmissen, sondern gelegentlich auch als „Glück im Unglück“ und auf Bewährung freigelassen werden. Und wenn dies alles nicht möglich scheint, dann eventuell doch zumindest, dass wir unser vermeintliches Unglück als Chance für Neues, als Antrieb, Auftrieb und Motivation sehen – manchmal, nein, ziemlich oft ist das Leben nun mal so, wie wir es uns überhaupt nicht vorstellen. Und nach einer blöden Pechsträhne, kommt ganz sicher auch wieder das Glück ins Haus!

Ich bin noch fleißig am Üben, was die Erwartungen angeht, denn ist man diesen gegenüber manchmal etwas milder gestimmt, da rückt die Misserfolgs- und Pech-Skala auch nicht gleich ins Minus.

Eventuell wäre diese Überlegung ja auch etwas für Dich, falls Du auch manchmal Gefahr läufst die Dinge eher schwarz als bunt zu sehen. Und falls das auch nichts hilft, dann hilft aber DAS: Das Glücksbuch von Eckart von Hirschhausen!

Wirklich, wenn nix mehr hilft, das schon!

Niemand hat mir auf so locker-flockig, lustige Art und Weise das Glück und seine mysteriöse Eigendynamik näher gebracht. Mit dem perfekten Mix aus Wissenschaft und Humor umschreibt Hirschhausen genau die Momente und Phänomene, die uns oft malträtieren und vielleicht auch zweifeln lassen, wenn mal alles nicht so glücklich läuft. Die kleinen und großen Fragen der Glückswissenschaft werden beleuchtet, behandelt und nach genauer Diagnose für völlig schnörkellos und normal empfunden. Nach erfolgreichem Lesen stellt sich auch die sofortige Linderung der gemeinen Pechvogelsymptomatik ein und das Glück kann wieder rocken, da wo es sollte – bei einem selbst!

Also, los gehts: Fang am besten an aufzuhören – JETZT!

Und zwar damit aufzuhören Dein Glück zu suchen und zu jagen, es kommt ganz sicher bald um die nächste Ecke – war bestimmt nur gerade Kippen holen!

Wenn es doch etwas länger braucht – einfach das Glücksbuch lesen und es als Balsam für die Seele und Baldrian fürs Gemüt benutzen, wirkt wahre Wunder! Und nur Geduld… Denn dann holt sich nämlich Dein Glück nicht nur gerade kurz Zigaretten, sondern bestimmt auch noch nen Döner dazu und der liegt ja nicht direkt auf dem Nachhauseweg zu Dir…

Also keine Bange, Dein Glück ist unterwegs!

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